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Pressespiegel

 

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05. Januar 2006

 

Die Anschubser des Karnevals

Rudolf Korinke (sitzend), Präsident Herbert Schneider und Geschäftsführer Frank Kilian (r.)     (KSTA)

Frechen - „Frechen geht nicht unter“ sprachen sich eine Hand voll Karnevalisten Mut zu. Sie wollten den alten Frechener Karneval wieder aufleben lassen. Kurzentschlossen trafen sie sich unter der Leitung von Peter Flohr am 19. Februar 1956 in der Gaststätte „Kleefisch“ (früher „Freischütz“) auf der Hauptstraße, um eine neue Karnevalsgesellschaft zu gründen: die Stadtgarde „Grün-Weiß“. „Domit en Frechen ens widde jet loss ess“ hieß der Leitspruch. 50 Jahre später kann man sagen, dass die Gründungsväter nicht zu viel versprochen haben. Mit drei Prunkwagen beim Umzug, Prunksitzung sowie Jubiläumsball im Stadtsaal sorgt der Verein auch in dieser Session wieder für reichlich Unterhaltung.

Preiswerter Prunkwagen

Doch im Jahr 1956 hatte der Karneval in der Stadt dringend einen Anschubser nötig. Der Festausschuss hatte sich aufgelöst, seit 1952 gab es keinen Karnevalsumzug mehr. An Vereinen gab es nur die Prinzengarde und die KG Blau-Weiß. Als Vereinsfarben hatte sich der neue Verein die Stadtfarben Schwarz-Gold ausgesucht. Schöner Gedanke, die Stadt mit ins Boot zu holen. Doch die Idee erwies sich trotzdem als Fehlgriff. „Die Kolpingfamilie verwandte bei ihren Sitzungen ebenfalls die Farben aus dem Stadtwappen“, erinnert sich Rudolf Korinke. Der heute 74-Jährige trat im August 1956 in den Verein ein und ist damit das Mitglied, das dem Verein am längsten treu geblieben ist. „Wie wär's mit Grün und Weiß?“, habe damals einer vorgeschlagen. Gesagt, getan. Wenn die ersten Uniformen für das Tanzcorps auch auf Raten gekauft werden mussten. Präsident Flohr fuhr jede Woche mit dem Fahrrad zu den Mitgliedern, um die fällige Zahlung einzutreiben. Den ersten Auftritt hatten die „grünen“ Tänzer auf dem Silvesterball 1957 im damaligen Vereinslokal „Im Lindchen“. Mit dem Wirt Matthias Brücken zog die Stadtgarde 1959 in das „Hotel Durst“ auf der Hauptstraße um. Dort blieb die Stadtgarde bis zum heutigen Tage. Begonnen hat der Verein mit 20 Mitgliedern, heute sind es 54. Dazu kommen die 65 inaktiven Senatsmitglieder.

In den 60er Jahren fehlte an vielen Stellen das Geld. Aber man wusste sich zu helfen. Um zu den Auftritten zu kommen, stellte Ernst Kempers einen Möbeltransporter zur Verfügung. „Wir stellten Stühle und Bänke in den Wagen. Und los ging es“, erinnert sich Korinke. Bis die Gruppe von der Polizei angehalten wurde. 50 Mark Strafe mussten gezahlt werden. „Das war viel Geld“, betont Korinke, der dem Tanzcorps 15 Jahre als Kommandant vorstand. An den ersten Wagen beim Karnevalszug 1957 erinnert er sich noch wie gestern: „Er durfte nichts kosten“. Deshalb präsentierte die Stadtgarde die Rohstoffe der Stadt: einen Berg Klütten, einen Haufen Quarzsand und ein Steinzeugrohr: „Frechen bist du bekannt. Wir han Klütte, Rühre un Sand“. Im Jubiläumsjahr hat sich der Verein natürlich auch eine besondere Dekoration für den zusätzlichen Prunkwagen einfallen lassen. Wie sie aussieht, wollen Geschäftsführer Frank Kilian und Präsident Herbert Schneider aber nicht verraten: „Das soll eine Überraschung werden“.

Ebenfalls geheim gehalten wird das besondere Talent von Prinz Mathias II. (Müller). Erst auf der Prunksitzung am 18. Januar im Stadtsaal will die Hoheit die Katze aus dem Sack lassen. „Tanzende und singende Prinzen gab es ja schon zur Genüge“, meint Kilian. Er selbst gehört dazu. Die Jecken dürfen also gespannt sein auf den neunten Prinzen, den die Stadtgarde stellt. Auch auf die Ausstellung „50 Jahre Karnevalsgesellschaft Stadtgarde Grün-Weiß 1956“, die am Mittwoch, 11. Januar, 19.30 Uhr, in der Kreissparkasse eröffnet wird, dürfen sich die Frechener freuen. Über 100 Fotos, Werbeplakate, alte Schriften und Uniformen werden gezeigt.

Nur ein bisschen Wehmut schwingt mit, wenn Korinke von früher erzählt: „Es war immer urgemütlich, weil wir im kleineren Rahmen gefeiert haben.“ Es gab keine Verstärker, und die Büttenredner kamen aus den eigenen Reihen. Eines habe sich der Verein aber bis heute erhalten: seine Volkstümlichkeit. „Da guckt keiner auf den anderen herab.“ Und so kann die Stadtgarde weiter auf sein langjähriges Mitglied zählen. Insgeheim hat er auch noch einen Traum: „Einmal in die Uniform eines Tanzoffiziers zu schlüpfen.“

 

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21. Mai 2005

 

Verheißungsvoller Start ins Jubiläumsjahr

 

Die Stadtgarde Grün-Weiß von 1956 e.V. startete am 13.05.2005 auf Schloss Gymnich ihr Jubiläumsjahr, 50 Jahre Stadtgarde Frechen.

Auf Einladung der Schloss Gymnich GmbH, sowie einigen Sponsoren, feierte die Stadtgarde einen Senatsabend der besonderen Art in den Räumen des geschmackvoll restaurierten Schloss Gymnich.

Bei leckerem Spanferkel vom Grill und frischem Kölsch feierten die ca. 100 Mitglieder und geladenen Gäste in bester Stimmung bis in den frühen Morgen. Im Laufe des Abends wurden die Sponsoren Georg Fassold, Donato Rodio, Francesco Zapalla und Manfred Diel als Ehrensenatoren in die Reihen der Stadtgarde aufgenommen.

Manfred Diel wurde zusätzlich mit der höchsten Auszeichnung der Stadtgarde, dem "Spiegelei", für seinen besonderen Einsatz ausgezeichnet. Die Sponsoren sagten zu, ihren Einstand in Verbindung mit der Spende eines Ordensschrankes im Hotel Durst zu geben. Weiterhin sagten die die Sponsoren fest zu, die Stadtgarde in ihrem Jubiläumsjahr so zu unterstützen, dass dieses Jahr ein unvergessliches Erlebnis für die Stadtgarde sowie für die Bürger der Stadt Frechen werden wird. Rudi Stiegler, Organisationsleiter der Stadtgarde, "Wir werden zeigen, wozu die Stadtgarde mit ihren Sponsoren im Stande ist, wir feiern unser Jubiläum so, wie es sein muss"!

Am 18.06.2005 feiert die Stadtgarde ab 11:00 Uhr ihr traditionelles Sommerfest auf dem Roten Platz mit vielen bekannten Weltstars sowie einer Verlosung für einen guten Zweck, die gesamten Einnahmen der Verlosung gehen an Marie-Christin Köllen, dem schwerkranken Mädchen aus Frechen-Grefrath. Schirmherr der Verlosung wird Bürgermeister Hans-Willi Meier sein.

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04. Mai 2005

 

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04. Februar 2005

 

Auch das Wetter konnte den Frechener Weibern die Stimmung nicht vermiesen, denn sie haben Sonne im Herzen. Sie feierten mit den Tollitäten die Eröffnung des Straßenkarnevals.

 

Prinz Frank II. regiert Frechen

Typisch Frechen: Als die Uhr oben am Rathausturm 11.11 Uhr anzeigte, bewegte sich noch nichts auf der Marktplatzbühne. Die Machtübernahme durch Karnevalsprinz Frank II. und Kinderprinz Pierre I. und die Absetzung von Bürgermeister Hans-Willi Meier erfolgte derweil ohne Probleme unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Rathausfoyer, wo die Verwaltung ganz unter sich feierte.

Auf dem Rathausplatz ließ man sich davon aber nicht die Stimmung verderben. An den Kölschständen drängten sich die kostümierten Jecken, ließen sich die Gläser mit dem aufgedruckten Motiv des Prinzenordens füllen.

Besser organisiert waren die Wiever, die in größeren Gruppen und zumeist in einheitlich närrischem Outfit auftauchten. Sie hatten in ihren Körben und Taschen bereits alles dabei, was ihrer Ansicht nach den Tag verschönert. Dazu gehört unter anderem der Flachmann mit Appelkorn oder die Familienpackung mit „kleinen Feiglingen“. Auch Brezel, Käsewürfel oder Flönz war zu entdecken.

So schunkelte frau sich an ihrem jecken Ehrentag warm und freute sich, als endlich der Karnevalistentross mit Festkomiteepräsident Christian Brav auftauchte. Frank und Pierre begrüßten ihre Untertanen, wünschten sich und ihnen „vill Spaß an den tollen Tagen“ und vor allem Sonnenschein. Für das bunte Treiben auf der Bühne sorgten in den kommenden zwei Stunden die Prinzengarde, die „Tanzmüüs vum Villefort“, die Media Dance Group und die Tanzcorps von Geselligkeitsverein, Stadtgarde, Weißpfennigen und Amazonen.
 

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04. Februar 2005

 


Fünf Minuten kosteten zehn Liter Bier

Frechen - Clowns, Teufelchen, Hexen und andere grell kostümierte Jecke auf dem Rathausplatz: Die Narren hatten gestern Frechen fest im Griff. „Die Wiever, die nicht bei diesem Spektakel dabei sind, die verpassen echt das Beste im Jahr“, schwärmt Ilona Müller. Mit ihren fünf Freundinnen belagert sie schon eine halbe Stunde vor dem Rathaussturm die Bühne. Verlegen deuten die Frauen auf die bunten Hütchen auf ihren Köpfen. „Wir hatten uns extra Lappen-Clownkostüme genäht. Aber bei dem anfänglichen Regenwetter haben wir uns nicht getraut, sie anzuziehen“, sagt die 77-Jährige. Auch egal. Denn jetzt kütt der Prinz. Fünf Minuten zu spät. Das kostet Prinzenführer Frank Kilian ein Zehn-Liter-Fässchen Kölsch, mahnt der Präsident des Festkomitees. „Dafür sind wir aber mit dem Herzen dabei“, ruft Frank II. den Jecken mit lauter Stimme zu. Die Ehefrauen der Stadtgarde Grün-Weiß vorne in der ersten Reihe jubeln der Majestät begeistert zu. Die grünen Luftballons auf den Köpfen der Frauen wippen auch fröhlich hin und her, als Kinderprinz Pierre I. das Wort ergreift. Alaaf. Auch der 13-Jährige hat ein kräftiges Stimmchen. Bürgermeister Hans-Willi Meier im traditionellen Clown-Kostüm ist davon so angetan, dass er die Session kurzerhand verlängert, in dem er den „Karnevalsmittwoch“ in seiner Stadt einführt. Oder ist das nur ein Versprecher? Die als Teufel verkleideten 15 Frauen vom „Tuppes-Club“ sind jedenfalls begeistert und werfen ihm Bützchen zu. Die Mädchen des Tanzchors der Prinzengarde werfen dafür die Beine in die Höhe. Selina Schwerfen (5) und Jasmin Kobisch (4), die beiden jüngsten bleiben im Takt, den Blick immer fest nach rechts auf die Großen gerichtet. Am Ende werfen sie wie Profis stolz die Hände in die Höhe.

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26. Januar 2005

 

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22. Juni 2003

 

Pressemeldungen aus :  Kölner Stadtanzeiger, Kölnische Rundschau, Sonntags Post, Frechener Wochenende


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