Von der Gründung bis zur Gegenwart


Zu dem Zeitpunkt als die Stadtgarde gegründet wurde, stand es um den Frechener Karneval nicht gut. Die GroFreKa, der damalige Festausschuss unter dem Vorsitz von Johann Klein, hatte sich aufgelöst. Seit 1952 gab es in Frechen keinen Karnevalszug mehr. Auch die Umzüge der Prinzengarde und der Frechener Stadtsoldaten konnten das nicht ersetzen.

Mit dem Ziel, den alten Frechener Karneval wieder aufleben zu lassen, fand am 19. Februar 1956 in der Gaststätte Kleefisch (Freischütz) auf der Hauptstraße die Gründungsversammlung der Stadtgarde statt. Peter Flohr, Peter Kleefisch, Adolf Kubratis, Paul Mansfeld, Peter Schlömer, Peter (Pitterche) Schlömer, Herbert Schweda und Franz Strüder waren die Gründer unseres Vereins.

Peter Flohr, unter dessen Leitung die GKG Blau-Weiß hervorging, wurde zum ersten Vorsitzenden und Präsidenten gewählt. Ernst Kempers berief man zum Kassierer und Gert Engels wurde Schriftführer. Christian Geuer, der jahrzehntelang im Frechener Karneval an führender Stelle stand, sich aber zu der Zeit sehr passiv verhielt, hatte ebenfalls seine Mitarbeit zugesagt und wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt. Peter Schlömer vertraute man das Amt des Protokollführers an. In jenem und den folgenden Jahren wurden weit mehr als zwanzig Mitglieder neu aufgenommen, darunter auch die Namen von Rudi Korinke (1956), Günther Arlt (1960), Werner Klavehn (1960), Horst Dierking (1960), Robert Gerdes (1962) und Fritz Herder (1962).


Bei der Gründung wurde ebenfalls entschieden als Vereinsfarben die Stadtfarben Schwarz-Gold zu nehmen. Die Stadt Frechen sollte eine gewisse Verpflichtung gegenüber ihrer Stadtgarde aufbringen. Um aber Verwechslungen mit dem "Dilettantenclub", der sich ebenfalls die Stadtfarben zu Eigen gemacht hatte, zu vermeiden, wurde am 12. Oktober 1956 der Entschluss gefasst, die Vereinsfarben in "Grün-Weiß " zu ändern.
Im darauf folgenden Jahr stellte Peter Flohr ein Tanzcorps auf. Eine Vorkost gab es aber schon zum Sylvesterball der Garde 1957, der im damaligen Vereinslokal "Im Lindchen " stattfand. Schnell wuchs das Corps und wurde zu einem Aushängeschild der Stadtgarde.
Den größten Erfolg in der damaligen Zeit hatte die Gesellschaft bei einem internationalen Wettstreit 1962 in Belgien, wo das Tanzcorps den 1. Preis und einen Ehrenpreis für die beste Haltung bekam.
Die ersten Uniformen wurden auf Raten gekauft. Schatzmeister Ernst Kempers stellte das Geld zur Verfügung und Präsident Peter Flohr fuhr jede Woche mit dem Fahrrad zu den Mitgliedern, um die fällige Rate zu kassieren. Zur damaligen Zeit fehlte natürlich auch für alles andere das nötige Geld. So stellte Ernst Kempers neben dem Geld für die Uniformen auch einen Möbeltransporter zur Verfügung, damit man zu den Auftritten fahren konnte. Ein paar Bänke wurden in den LKW gestellt und die Fahrt konnte losgehen. Diverse Strafgebühren, weil die Bänke nicht befestigt waren, hielten unser Tanzcorps jedoch nicht auf.


Noch im gleichen Jahr wurde der Festausschuss Frechener Karneval unter dem Vorsitz von Josef Güttes neugegründet, Initiator war auch hier wieder Peter Flohr. Ihm und noch vielen anderen ist dafür zu danken, dass es seit 1957 in Frechen wieder einen Karnevalszug gab. 1959 wechselte die Stadtgarde das Vereinslokal. Sie zog von der Gaststätte "Im Lindchen " in das "Hotel Durst" um. Dort blieb die Stadtgarde bis zum heutigen Tage. Der Wirt war damals Peter Durst mit seiner Frau Maria. 1972 übernahm Peter Schwieger dann das Ruder bzw. die Wirtschaft, bis er 1988 verstarb. Doch seine Tochter Hermi Schwieger-Ergert setzte die begonnene Tradition fort und wir fühlen uns dort "Pudelwohl".

Ein Jahr später erregte man wieder die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, insbesondere die der Kinder. Es gab zwar den einen oder anderen Kinderball, doch ab 1963 gab es neben den Sitzungen für die Erwachsenen die erste Kindersitzung, die auch gleich ein überfülltes Haus brachte. Ab 1964 wurden zeitgleich in zwei Sälen, im Saal des Schützenhauses und im Saal des Kolpinghauses, je eine Kindersitzungen abgehalten. Das Programm der beiden Sitzungen war bis auf eine kleine Ausnahme gleich. Wer die Sitzung im Kolpinghaus besuchte, fand einen Elferrat aus Jungen vor, während der Elferrat im Schützenhaus von Mädchen gestellt wurde (ja, schon damals waren wir "modern" und hielten auf die Gleichberechtigung). Für die Programmgestaltung war unser Ehrensenator Erwin Zieboll, Lehrer der Realschule in Frechen, verantwortlich. Er studierte damals über Jahre hinweg mit den Schülern der Realschule die Programme ein und motivierte viele zum Mitmachen. Übrigens bewies in diesen Jahren der Realschüler Peter Zeiler als "ne Verdötschte", dass er das Zeug zum Nachwuchsredner hatte. Auch als Kindersitzungspräsident der Kindersitzungen von 1964 bis 1968 tat sich Peter Zeiler hervor. Mit dem Sohn von Günther Arlt, Wolfgang L, stellte die Stadtgarde erstmalig einen Kinderprinzen in Frechen. Das Debüt des Kinderprinzen fand am 2. Februar 1964 auf der Kindersitzung statt. Bis zum heutigen Tage betreut die Stadtgarde in eigener Regie ununterbrochen die Kinderprinzessinnen und Kinderprinzen der Stadt Frechen. Auch das ist eine Zahl und ein Engagement, was sich sehen lassen kann. Nach Gerd Zineker, der den kleinen Regenten viele Jahre lang zur Seite stand, lag die ausgezeichnete Betreuung von 1983 bis 2004 in den Händen von Kinderprinzenführer Jakob "Öhmchen" Blankartz, der von seiner Frau Isi bestens unterstützt wurde
Hinzu kam 2000 zusätzlich Franz-Josef Wysota, der 2008 in die Fußstapfen von Jakob Blankartz trat und dessen Posten übernahm.

Zum Jubiläum der Kinderprinzen und -prinzessinnen im Jahre 2013 wurde Jakob Blankartz für seine Verdienste um den Kinderkarneval zum Ehrenmitglied des Festkomitee Frechener Karneval ernannt.


Im Jahre 1964 wurde auch der "große" Prinz mit Willi I., Willi Mies, zum erstenmal von der Stadtgarde gestellt. Zum 10 jährigen Jubiläum 1966 kam der Karnevalsprinz wieder aus den Reihen der Stadtgarde. Horst L, Horst Dierking, der auch eine Zeitlang Geschäftsführer war, regierte über die Narren Frechens. Ihm nach folgte zum elfjährigen Jubiläum dann Gerd I., Gerd Zineker.

1969 konnte man sagen, dass der Frechener Karneval mit seinem 21. Prinzen großjährig geworden war. Doch die Prinzenwahl stand in diesem Jahr unter meteorlogischen Vorzeichen. Karl-Heinz Hungerland, der neue Präsident des Festausschusses, sagte damals: "Im Frühjahr, im heißen April des vergangenen Jahres, habe sich ein Hoch abgezeichnet, dass uns eine Vielzahl von Prinzenkandidaten bescherte. Im verregneten Sommer habe sich die Auswahl stark verkleinert, doch später, als der Zeitpunkt immer näherrückte, ist ein großes Tief gekommen. Als der Nikolaustag vorüber ging, war guter Rat teuer" Aber nicht das Amt schreckte damals ab, sondern eine neue Regelung. Der zukünftige Prinz sollte 1000,00 DM in die Prinzenkasse zahlen und zu der Zeit war das sehr viel Geld. Doch Peter Flohr, genannt der "Schneekönig", ließ sich davon nicht einschüchtern und erklärte sich mit folgenden Worten bereit, Regent des Frechener Narrenvolkes zu werden: "He es d'r Prinz, wat läuf?"
Damit kam viel Arbeit auf Günther Arlt zu. Als Vizepräsident hatte er nicht nur seinen Aufgaben als Adjutant des Prinzen und als Zugleiter des Festausschusses nachzukommen, sondern er musste auch die Geschäfte des Vereins für diese Session übernehmen.


Konnte unser Tanzcorps bis dahin viele Erfolge nachweisen, so gab es im Jahre 1971 einmal einen Tiefpunkt zu verzeichnen, der Dank der bereits abgetretenen Tanzcorpsmitglieder - diese wurden wieder aktiviert und motiviert - und dem persönlichen Einsatz unseres unvergessenen Ehrenkommandanten Werner Müller, schnell überwunden wurde. Auf seine Kosten studierte Evelyne Hall drei neue Garde-und Showtänze mit dem Tanzcorps ein. Es ging wieder aufwärts. So konnte man bis Ende der Achtziger Jahre viele Auftritte verzeichnen und wieder an die früheren Erfolge anknüpfen. Auch noch heute ist das Tanzcorps ein Aushängeschild der Stadtgarde.

Die regelmäßigen Senatsabende, wie sie heutzutage bei vielen Vereinen stattfinden, wurden 1972 auf Anregung von Hans Müller, dem damals neuen Geschäftsführer, eingeführt. Bis heute ist es bei "Grün-Weiß" üblich, dass alle Gäste zu "Speis und Trank" - "ömesöns" - eingeladen werden. An diesen Abenden steht der gemeinsame "Klaaf" im Vordergrund und manchmal ist auch für karnevalistische Unterhaltung gesorgt.

Die Touren von "Grün-Weiß" waren schon immer legendär. Die anfänglich durchgeführten Tagestouren bleiben bis heute unvergessen. Dann ging es 1976 erstmals auf große Reise, das Ziel war New York. Dort nahmen wir selbstverständlich an der Steubenparade teil. Der amerikanische Kontinent war dann auch Ziel der Reisen im Jahre 1979 und 1982. Vor ein paar Jahren ermunterte Lutz Zeiler Günther Arlt, die jährlichen Tagestouren als mehrtägige Touren zu veranstalten, um damit den Zusammenhalt zu fördern. Die Touren nach Berlin, in den Bayrischen Wald, nach Thüringen, in die Pfalz, in den Hunsrück und nach Brüssel und Brügge sind noch gut in Erinnerung. Die bewährte Tourorganisation von Hans Müller war dabei immer sehr gefragt. Nach Hans Müller übernahm Herbert Schneider die Planung der jährlichen Touren, die den Teilnehmern auch immer sehr gut im Gedächtnis bleiben.


Im Jahre 1976 trat Peter Flohr nach 20 jähriger Präsidentschaft von seinem Amt zurück und machte seinen Platz frei für seinen damaligen Vizepräsidenten Günther Arlt. Da die Stadtgarde auch ihr 20jähriges Jubiläum feierte war klar, dass der Prinz wieder ein "Grün-Weißer" werden sollte. So wurde Peter III., Peter Zeiler, zum Prinzen Karneval 1976 gekürt. Nach seiner Prinzensession übernahm Peter Zeiler 1977 das Amt des Sitzungspräsidenten. Seit dieser Zeit leitete er all unsere Damensitzungen und bis heute die Prunksitzungen. Auch die Leitung der Kindersitzung war viele Jahre lang seine große Leidenschaft. Gleichzeitig hat er sich auch als Zugleiter des Festkomitee Frechener Karneval sehr verdient gemacht.
Mit Bernhard I., Bernhard Pütz, kam zum 25jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1981 auch der Prinz wieder aus den Reihen der Stadtgarde. In der Session 1983 schwang dann, als siebter Prinz für die Stadtgarde, Helmut I., Helmut Wüst, das Narrenzepter in Frechen.

Nach zehn Jahren als Präsident trat 1986 Günther Arlt von seinem Amt zurück und wurde zum Ehrenpräsidenten der Stadtgarde ernannt. Seine Nachfolge übernahm Peter Zeiler, der dieses Amt vier Jahre lang bekleidete. 1990 kehrte Günther Arlt noch einmal für vier Jahre auf den "Chefsessel" zurück. Für sein jahrzehntelanges engagiertes Wirken um den Frechener Karneval erhielt Günther Arlt höchste Auszeichnungen, unter anderem die Ehrengabe der Stadt Frechen, die Reinhard-Kremer Medaille "Goldener Till" der KAJUJA Frechen, vom Bund Deutscher Karneval und dem Karnevalsverband Rhein-Erft jeweils deren Verdienstorden in Gold.

Wie die ersten 20 Jahre der 40jährigen Vereinsgeschichte von Peter Flohr, waren die zweiten 20 Jahre von Günther Arlt geprägt.


Seit 1994 hatte Herbert Schneider als vierter Präsident das Sagen, der davor 10 Jahre lang für die Programmgestaltung bei der Stadtgarde verantwortlich zeichnete und gleichzeitig auch über einige Jahre hinweg Literat und später Vize-Präsident des Festkomitee Frechener Karneval war. Die Karnevalssitzungen sind heute ein weiteres "Aushängeschild" der Stadtgarde und beim Publikum sehr beliebt. Mehr als beliebt war auch die 1983 erstmals ins Leben gerufene Damensitzung die alljährlich getreu dem Motto: "von Zoten frei, die Narretei" stattfand, aber leider mangels Nachfrage nicht mehr durchgeführt werden konnte.

Nach einer 16-jährigen und damit sehr langen "Durststrecke ohne Prinz" war es endlich wieder soweit. Die Stadtgarde stellte in der Session 1998/1999 mit Frank Kilian, der 1982 als Kinderprinz in den Frechener Karneval schnupperte, als Prinz Frank I. zum achten Mal den Prinzen Karneval in Frechen. Seit 2002 fungiert unser ehemaliger Geschäftsführer als Prinzenführer des Festkomitee Frechener Karneval und kann so seine Erfahrungen an seine Nachfolger weitergeben.

Dann wurde ein neues Jahrtausend eingeläutet und wir begannen damit, unsere stets gut besuchten Sommerfeste etwas aufzuwerten.
King Size Dick, die Hollies, Eruption und die Kings Band sind nur einige grosse Namen, die wir für uns verbuchen konnten

Im Jahre 2004 ging ein lang gehegter Wunsch einiger Mitglieder in Erfüllung - wir gründeten unser Kindertanzcorps.
Unsere "Kleinen" sind mittlerweile weit über die Grenzen der Stadt Frechen hinaus bekannt und damit ein großes Aushängeschild für die Stadtgarde.


2006 dann ein großer Paukenschlag: wir feierten 50 Jahre Stadtgarde. Ein langes Fest mit vielen Aktivitäten, ein einmaliger Ball, über den man noch lange reden sollte und unser 9. Prinz: Matthias Müller, seit vielen Jahren schon als technischer Leiter im Vorstand, machte sich einen kleinen Traum war und zog als Matthias II. durch Frechen. Er hatte eine mehr als hervorragende "närrische Zeit" und machte seiner Stadtgarde alle Ehre!

Das Sommerfest feierten wir dann noch mal so richtig gross: Ottawan, mit ihren Hits wie "Hands Up" und "D.I.S.C.O" bekannt aus Funk und Fernsehen, brachten unsere Gäste in Schwung und es war mal wieder ein unvergesslicher Tag im Kreise guter Freunde.

Unser erstes Sommerfest wurde im Jahre 1977 durchgeführt, damals auf dem Schulhof der Burgschule, zwischenzeitlich auf diversen Firmengeländen und an der Grillhütte im Sportpark Herbertskaul. Nun aber feiern wir mit der Frechener Bevölkerung schon seit 1991 auf dem Johann-Schmitz-Platz, dem Marktplatz am Rathaus in Frechen.

Aber auch einen herben Verlust hatten wir in 2006 zu verzeichnen: Günther Arlt, der als Vize-Präsident, Präsident und Ehrenpräsident die Stadtgarde über viele Jahre hinweg geführt und damit auch maßgeblich geprägt hat, verstarb im Alter von 80 Jahren.

2008 durften wir dann unseren 10. Prinzen in Frechen stellen, unser Mitglied Gerd Szyszka zog als Prinz Gerd II. durch die Frechener Säle und vertrat dabei bestens die Farben unserer Gesellschaft.

Ebenfalls in 2008 wechselte der Posten des Literaten zu Werner Moers, der seit dem für hervorragende Programme bei unseren Veranstaltungen sorgt.


Die Jahre 2009 und 2010 verliefen weniger spektakulär, jedoch nicht minder erfolgreich und zufriedenstellend für unsere Gesellschaft.

Einzig das Sommerfest 2009 ist im wahrsten Sinne des Wortes "in's Wasser" gefallen. Petrus war uns an diesem Tage alles andere als hold und über eine ewig lange Zeit hinweg ergoss sich ein riesiger Wolkenbruch über dem Marktplatz, der auch so manchen Keller unserer Heimatstadt unter Wasser setzte. Doch kaum hatten sich die Wolken verzogen, war der Platz wieder voller Gäste und sogar der Schatzmeister setzte sein schönstes Lächeln auf. 2010 hatten wir dann zu unserem Sommerfest wieder schönsten Sonnenschein!

2011 standen wir wieder vor einem karnevalistischen Geburtstag: Wir wurden 55 Jahre alt und haben dieses Jubiläum auch entsprechend gefeiert! Passend dazu stellten wir für den Frechener Karneval den 11. Prinzen aus unserer Gesellschaft.
Unser Mitglied Matthias Kolz, von seinen Freunden nur "Kolze Matthes" genannt, der in unserer Jubiläumssession gleichzeitig auch seine 40jährige Mitgliedschaft bei der Stadtgarde feierte, hat als Prinz Matthes I. die Frechener Narren angeführt und die grün-weißen Farben dabei mehr als hervorragend vertreten.

Nach dem 55jährigen Vereinsjubiläum in 2011 stand 2012 wieder einmal unser Tanzcorps im Focus, das dann ebenfalls die 55 Jahre feiern konnte. Seit 1957 sind sie das perfekte Aushängeschild unserer Gesellschaft und wir können wirklich stolz darauf sein.

In der Session 2012/2013 endete unsere Jubiläums-Trilogie:

Wir betreuen und organisieren alles rund um den Kinderprinzen/die Kinderprinzessin der Stadt Frechen, und das zum 50. Mal!
Christin Seuren wurde die 50. Kindertollität und hat als Kinderprinzessin Christin I. die Frechener Pänz mehr als zufriedenstellend regiert.
Sie war die Erste, die ein eigenes Sessionslied hatte, welches perfekt auf das Jubiläum und die Kindertollitäten zugeschnitten war und bestens bei den ihren Auftritten ankam.

Für das Engagement, sich seit 1963 um den Kinderkarneval und auch verantwortlich um die Kindertollitäten zu kümmern, beschloss der Rat der Stadt Frechen die Verleihung der Ehrengabe der Stadt Frechen an unsere Gesellschaft.
Auf unserem Sommerfest im Juni 2013 erhielt Präsident Herbert Schneider diese Auszeichnung aus den Händen von Bürgermeister Hans-Willi Meier. Dies erfüllt uns mit großem Stolz und es ist ein Ansporn, auch in Zukunft den Kinderkarneval in Frechen verantwortlich zu gestalten.

In der Session 2013/2014 war es dann so weit: seit 1964 und somit seit 50 Jahren gibt es Kinderprinzen und -Prinzessinnen in Frechen, an deren Seite stets die Stadtgarde war. In dieser Session zog Daria Böhle als Kinderprinzessin Daria I. mit Ihrem Lied die "Biene Maja" durch die Säle, Unterstützt wurde sie von Fredi Bolfratz,  und wir hoffen, dass dies noch viele Jahre anhält.

Auf der Jahreshauptversammlung im April 2014 ging eine große Ära zu Ende, gleich 4 Vorstandsmitglieder stellten sich bei den satzungsgemäßen Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung.
Schatzmeister Hans-Jörg Gennermann übernahm sein Amt nicht mehr, Präsident Herbert Schneider legte sein Amt nach 20 Jahren nieder und war damit 28 Jahre lang ununterbrochen im Vorstand, der Vorsitzende Gerd Müller konnte, unter anderem als Schatzmeister, ebenfalls 28 Jahre im Vorstand nachweisen und Frank Kilian war 18 Jahre als Geschäftsführer im Amt und schied nach insgesamt 30 Jahren ununterbrochener Vorstandsarbeit aus dem Vorstand aus.

„Domit en Frechen ens widder jet loss ess“, hieß es zur Gründungszeit und heute ist klar, dass man 1956 damit nicht zu viel versprochen hatte!

Bei den Neuwahlen wurde Werner Moers zum Präsidenten gewählt. Alexander Klein wurde Vorsitzender, Prof. Dr. Ludwig Kuntz Schatzmeister und Dirk Böhle Geschäftsführer. Herbert Schneider wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Auch im Jahr 2015 war es wieder soweit das ein Stadtgardist das Amt des Prinzen bekleidete, Joachim Zimmer der als Prinz Joachim I. mit seinem Sessionslied "Jung us em Levve" die Bürger begeisterte und die Stadtgarde würdig vertreten hat.

Im Jubiläumsjahr "60" Jahre Stadtgarde Frechen "Grün-Weiß" 1956 e.V. hat Alina Sandmann als Kinderprinzessin Alina I. und Tänzerin im Kindertanzcorps der Stadtgarde als 53 Kindertollität die Regentschaft über die Frechener Pänz übernommen.

Am 01. April 2016 fand unsere Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes statt. Bereits im Vorfeld hatten Matthias Müller und Alexander Klein signalisiert sich nicht mehr zur Wahl zu stellen. Wir bedanken uns bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für die Ausübung ihrer Ämter. Neu in den Vorstand gewählt wurden, Josef Borgmann als Vorsitzender, Alfred Reszies als Protokollführer und Michael Meissner als Organisations-/Techn. Leiter, Ferdi Huck hat gewechselt und das Amt des Archivars übernommen.

Im Jahr 2016 haben wir unser 60-jähriges bestehen mit einem Familienfest am 14.05.2016 entsprechend im Schützenheim Herbertskaul gefeiert! Es war ein gelungenes Fest abgestimmt auf klein und groß, für unsere kleinen Gäste stand eine Hüpfburg und jede Menge Pizza sowie Kratz-Eis und sonstige Spielgeräte bereit. Auch unsere Großen Gäste sind nicht zu kurz gekommen mit Spießbraten- und Leberkäsebrötchen sowie das ein oder andere Kölsch vom Fass. Passend dazu stellen wir für den Frechener Karneval in der Session 2016/2017 den 13. Prinzen aus unserer Gesellschaft, unser Mitglied und Vorsitzender Josef Borgmann als Prinz Josef II.

Nach dem 60jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2016 stand 2017 wieder einmal unser Tanzcorps im Focus, das dann ebenfalls die 60 Jahre feierte. Seit 1957 sind sie das perfekte Aushängeschild unserer Gesellschaft und wir können wirklich stolz darauf sein. Nicht zu vergessen den diesjährigen Prinzen und Vorsitzenden unserer Gesellschaft Josef II. (Borgmann) und Kinderprinzessin Gloria I. (Müller-Pleuß) die ebenfalls aus den reihen der Stadtgarde kommen. Wir freuen uns, das die Grün-Weißen mal wieder das Zepter komplett an sich genommen haben und die Stadt Frechen sowie die Stadtgarde in Frechen und weit darüber hinaus vertreten haben.

 

Text:

© Dirk Böhle

© Frank Kilian